BBS Springe

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Berufliches Gymnasium Gesundheit-Pflege
Basisinformationen zur
Einführungs- und Qualifikationsphase

Stand: 01.09.2011

1. Ziel

Das Berufliche Gymnasium Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Gesundheit-Pflege der BBS Springe ist eine Schulform der berufsbildenden Schulen im Sekundarbereich II. Ziel des Unterrichts ist neben der Berufsqualifizierung der Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Bildungsinhalte dieser Schulform wesentlich durch gesundheitsorientierte und pflegerische Schwerpunkte geprägt sind.

2. Eingangsvoraussetzungen

In das Berufliche Gymnasium Gesundheit wird aufgenommen, wer den erweiterten Sekundarabschluss I erworben oder an einem Gymnasium (nach Klasse 9) die Versetzung in die Einführungsphase erreicht hat.

3. Organisation und Ziele von Lernprozessen

Das Unterrichtsangebot enthält neben den allgemein bildenden Fächern des Sekundarbereichs II ein abgestimmtes Angebot in den für das Berufliche Gymnasium Gesundheit spezifischen Fächern. Der Unterricht wird sowohl in der Einführungsphase als auch in der Orientierungsphase weitgehend im Klassenverband erteilt. Neben dem Erwerb der Fachkompetenz steht die Entwicklung der Selbst-, Methoden- und Sozialkompetenz im Rahmen der Lernprozesse im Vordergrund.

4. Die Einführungsphase

Die Einführungsphase ist die Klasse 11 im Beruflichen Gymnasium und entspricht dem 10. Jahrgang der gymnasialen Oberstufe. Hier werden die Schülerinnen und Schüler in neue Fächer eingeführt und auf die Arbeit in die Qualifikationsphase vorbereitet. Der Übergang in die Qualifikationsphase erfolgt durch Versetzung. Die folgende Stundentafel ist vorgegeben:

LernbereicheZahl der Wochenstunden in der Einführungsphase
Lernbereich Profilfächer
Gesundheit-Pflege4
Betriebs- und Volkswirtschaft3
Informationsverarbeitung3
Praxis2
Lernbereich Kernfächer
Deutsch3
Englisch3
Mathematik
weitere Fremdsprache4
Lernbereich Ergänzungsfächer
Geschichte2 je ein Halbjahr
Politik2 je ein Halbjahr
Religion2
Biologie2
Sport2

5. Die Qualifikationsphase

Die Qualifikationsphase umfasst die Schuljahrgänge 12 und 13. Sie gliedert sich in vier Schulhalbjahresabschnitte, in denen die Schülerinnen und Schüler aus dem Fächerangebot der Schule unter Berücksichtigung bestimmter Auflagen ihre Fächer wählen. Man unterscheidet Profil-, Kern- und Ergänzungsfächer. Im Beruflichen Gymnasium Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Gesundheit-Pflege sind Gesundheit-Pflege, Betriebs- und Volkswirtschaft, Informationsverarbeitung und Praxis Profilfächer. Die weiteren Fächer werden in Kern- und Ergänzungsfächer aufgeteilt. Die einzelnen Fächer werden Aufgabenfeldern zugeordnet. Es gelten die folgenden Stundentafeln und Belegungsverpflichtung in der Qualifikationsphase.

Es gilt die folgende Stundentafel und Belegungsverpflichtung in der Qualifikationsphase:

  Aufgabenfeld Unterrichtsfach Zahl der Wochenstunden
12. Klasse 13. Klasse
Profilfach B Gesundheit-Pflege 4 4
Profilfach B Betriebs- und Volkswirtschaft 3 3
Profilfach C Informationsverarbeitung 3 3
Profilfach B Praxis der Unternehmung 2 2
Kernfach A Deutsch 4 4
Kernfach A eine Fremdsprache 4 (1) 4 (1)
Kernfach C Mathematik 4 4
Ergänzungsfach B Geschichte - (4) (2) 2 (4) (2)
Ergänzungsfach B Religion 2 (4) (2) - (4) (2)
Ergänzungsfach C Biologie 2 (4) (2) 2 (4) (2)
Ergänzungsfach - Sport 2 2
(1) Wer verpflichtet war, an einer weiteren Fremdsprache teilzunehmen, muss diese in der Qualifikationsphase fortführen. So kann sich die Stundenzahl um weitere vier Stunden je Schulhalbjahr erhöhen.
(2) Sofern das Fach Prüfungsfach ist, wird es vierstündig unterrichtet.

6. Das Abitur

Die Prüfung wird in 5 Fächern (Profil- und Kernfächern) durchgeführt. Das bestandene Abitur führt zur Allgemeinen Hochschulreife. Es bestehen die folgenden Prüfungsfachkombinationen:

Fächer mit erhöhten Anforderungen Fächer mit grundlegenden Anforderungen
1. Prüfungsfach 2. und 3. Prüfungsfach 4. und 5. Prüfungsfach
Gesundheit-Pflege Deutsch und Englisch Betriebs- und Volkswirtschaft und  Informationsverarbeitung, Mathematik, Geschichte, Religion oder Biologie
Deutsch und Mathematik Betriebs- und Volkswirtschaft und Informationsverarbeitung, Fremdsprache, Geschichte, Religion oder Biologie
Englisch und Mathematik Betriebs- und Volkswirtschaft und Informationsverarbeitung, Deutsch, Geschichte, Religion oder Biologie

7. Argumente für den Besuch
des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit-Pflege

7.1 Allgemeine Hochschulreife am Beruflichen Gymnasium Gesundheit-Pflege

Der Abschluss berechtigt zu einem Hochschulstudium jeglicher Fachrichtung. Es findet keine Studienbeschränkung statt.

7.2 Theorievorsprung für das Studium in den einschlägigen Fachrichtungen

Über die vorgeschriebenen Profilfächer im Bereich Gesundheit-Pflege wird ein erheblicher Theorievorsprung in in medizinischen und pflegerischen Studiengängen gegenüber Absolventen der sonstigen gymnasialen Ober-stufen erzielt.

7.3 Praxisbezogene Qualifikation

Durch die Verzahnung von theoretischen Inhalten mit fachpraktischen Anwendungen insbesondere in den wirtschaftsbezogenen Unterrichtsfächern und Anwendung neuester Technologien werden praxisbezogene Qualifikationen erlangt, die sowohl fr eine Berufsausbildung als auch fr ein Studium grundlegend sind.

7.4 Fachhochschulreife nach Abschluss der Jahrgangsstufe 12

Nach dem 12. Jahrgang im Beruflichen Gymnasium Gesundheit-Pflege kann bei entsprechender Notenlage der schulische Teil der Fachhochschulreife zuerkannt werden.

7.5 Abkürzung der Berufsausbildung

Absolventinnen und Absolventen des Beruflichen Gymnasiums Gesundheit-Pflege, die kein Studium aufnehmen wollen, sondern eine Berufsausbildung in dem von ihnen gewählten Fachbereich anstreben, bauen hierfür wichtige Kenntnisse auf, die die Berufsausbildung nach Absprache mit den jeweils zuständigen Kammern verkürzen können.

8. Anmeldeverfahren für das Berufliche Gymnasium Gesundheit-Pflege

Bitte füllen Sie ein Anmeldeformular vollständig aus. Diese Anmeldung schicken Sie an die Berufsbildenden Schulen Springe oder geben es persönlich dort ab. Bei Bedarf erhalten Sie ein Anmeldeformular von Ihrer all-gemein bildenden Schule, in unserem Sekretariat II oder über unsere Internetseite www.bbs-springe.de

Anmeldung: Anfang Februar gem. Bekanntgabe durch die Region Hannover.

Zusammen mit dem Anmeldeformular sind abzugeben:
  • eine Kopie des letzten Halbjahreszeugnisses,
  • in tabellarischer und unterschriebener Lebenslauf sowie ein Passbild.

Nach der Bearbeitung Ihrer Anmeldung erhalten Sie umgehend eine Mitteilung über Ihre Aufnahme. Danach müssen Sie fristgerecht die Annahme des Schulplatzes bestätigen.

9. Ausbildungsförderung

Auskünfte über Förderungsmöglichkeiten nach dem BAföG erteilt die Region Hannover, Fachbereich Schulen, Team BAFG, Hildesheimer Straße 20, 30169 Hannover, Tel.: 0511 616-0.

10. Weitere Informationen

 

Downloads und Links

Den gesamten Text der AVO-GOFAK kann man auf der Homepage des Nds. Kultusministeriums herunterladen: Zum Ansehen der PDF-Dateien wird der Acrobat Reader benötigt: