BBS Springe

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aus der haz vom 22.11.2009 von Tobias Lehmann:

Mehr als 1000 Gäste besuchen Berufsschulen am Tag der offenen Tür


Tag der offenen Tür der BBS lockt viele junge Interessierte an
Fachbereiche stellen sich vor

SPRINGE. Dass Friseure nicht nur Haare schneiden, sondern zum Beispiel auch Handmassagen sowie das Färben von Augenbrauen und Wimpern anbieten, haben gestern Schüler der Berufsbildenden Schulen Springe (BBS) gezeigt. Alle Fachrichtungen präsentierten sich beim Tag der offenen Tür. Mehr als 1000 Besucher schauten unter anderem Metalltechnikern bei der Arbeit zu, nahmen am Quiz der Pflegeassistenten teil, informierten sich über Hauswirtschaft oder fuhren auf dem Mountainbike.

Die Berufsschüler fertigen eine besondere Klagemauer

SPRINGE. Die Berufsschüler der Fachrichtung Bestattung haben sich für den Tag der offenen Tür gestern etwas Besonderes einfallen lassen. Sie hatten eine Mauer aufgebaut, die auf der einen Seite als „Klagemauer“ ausgewiesen war und auf der anderen als „Dankstelle“ diente. „Das Vorbild ist die Klagemauer in Jerusalem“, sagte Schulpastorin Astrid Jürgena. Dort können die Besucher ihre Sorgen auf Zettel schreiben und sie zwischen die Fugen der Steine schieben. „Wir haben keine Fugen, dafür aber Löcher in den Steinen“, sagte Jürgena. Zudem hatten die Schüler in Springe nicht nur die Möglichkeit zu klagen, sondern auch „Danke“ zu sagen, je nachdem auf welcher Seite der Mauer sie ihre Zettel hineinsteckten. Lehrerin Gabriele Griese wies zudem daraufhin, dass die Steine von der Bauabteilung zur Verfügung gestellt worden seien. „Wir kooperieren hier auch untereinander“, sagte sie. Schulleiter Michael Krampe und sein Vertreter Dieter Schmidt führten eine Delegation von Vertretern der Politik durch das Gebäude. Dabei kam auch das Neustädter Modell zur Sprache, das die BBS seit Beginn des Schuljahres anbieten. Dabei werden Hauptschüler mehrere Stunden pro Woche in einer Fachrichtung der Berufsbildenden Schulen unterrichtet. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Es werde auch von vielen Schülern und Eltern gut angenommen. „Wir hatten bereits einige Eltern, die ihre Kinder an einer anderen Schule extra wieder abgemeldet haben, damit sie bei uns am Neustädter Modell teilnehmen können“, sagte Michael Krampe.

aus der ndz vom 22.11.2009 von jemi:

Immer mehr Stellen für Praktika nötig


Tag der offenen Tür der BBS lockt viele junge Interessierte an
Fachbereiche stellen sich vor

Springe. Schüler zerlegen Motoren, bauen Schachbretter und backen Brot: Gestern, am Tag der offenen Tür, präsentierte die Berufsbildende Schule Springe (BBS) ihre verschiedenen Angebote und Fachbereiche. Rektor Michael Krampe betonte, dass der Tag zum einen für seine eigenen Schüler wichtig sei, um ihre Fertigkeiten einem großen Publikum zu demonstrieren. Zum anderen könnten externe Schüler Informationen über viele verschiedene Berufe sammeln. In seiner Eröffnungsrede betonte Krampe, dass die BBS stets versuche, auf gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren. Seit Beginn dieses Schuljahres seien wesentlich mehr Praktikums-Stellen vonnöten. Aus diesem Grund sei die Schule auch immer stärker auf Hilfe von Industrie, Handel und Handwerk angewiesen. „Ich bitte darum, dass diese Zusammenarbeit auch weiterhin gut klappt, denn unsere Schüler brauchen diese Stellen.“ Das sah auch Landtagsabgeordnete Gabriela Kohlenberg nicht anders. Sie zeigte sich von der Vielfalt der BBS Springe beeindruckt und ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit Stadtrat Hermann Aden die Fachbereiche zu besuchen. Lehrer Dieter Schmidt erklärte ihr die Strukturen und machte auf die Vorzüge der Einrichtung aufmerksam. Gute Basis für viele Berufe „Absolvieren die Schüler etwa die Grundausbildung in Holztechnik, besitzen sie im Anschluss eine gute Basis, um verschiedene Berufe zu erlernen“, so Schmidt. Wer mit 16 Jahren noch nicht so genau weiß, was er arbeiten soll, könne hier genau testen, wo die Fähigkeiten liegen. Während Holztechnik sehr beliebt sei, würden sich seit einigen Jahren immer weniger Interessierte finden, die etwa im Bereich Metall ausgebildet werden wollen. Mitten im Gedränge auf dem Schulgelände befand sich auch die zehnte Klasse der Heinrich-Göbel-Realschule. Felix Erbe war mit dem Besuch an der BBS zufrieden: Er möchte Koch werden und hat gestern einiges über seinen Berufswunsch erfahren. Vermutlich wird er im kommenden Jahr nach seinem Realschulabschluss die BBS in Springe besuchen.

Gläserne Kälteanlage der BBS ist Unikat

Springe. Wer vor dem Präsentationstag der BBS noch nicht wusste, wie ein Kühlschrank funktioniert und warum es dort immer so kalt drin ist, war nachher schlauer: Lehrer Dieter Schmidt, laut Schulleiter Michael Krampe absoluter Klimatechnik-Experte, erklärte das komplexe System anhand einer Gläsernen Kälteanlage. Besonders stolz ist er auf dieses Gerät, weil es ein Unikat ist.

Drogisten-Ausbildung wieder im Kommen

Springe. Auch die angehenden Drogisten machten beim Tag der offenen Tür der BBS auf ihre Ausbildung aufmerksam: „Wir werden ähnlich wie Einzelhandelskaufleute ausgebildet“, erklärt Sarah Kruber, die sich im ersten Lehrjahr befindet. In den vergangenen Jahren sei der Beruf etwas in Vergessenheit geraten. Nun würden aber wieder vor allem weibliche Auszubildende auf den Geschmack kommen, erklärte Lehrerin Elfriede Gässler. Die Ausbildung absolvieren derzeit 30 Lehrlinge.

BBS-Schülerzahl weiter angestiegen

Springe. BBS-Leiter Michael Krampe nutzte den Tag der offenen Tür, um die aktuellen Schülerzahlen zu verkünden, die sich wieder erhöht hätten: 2558 junge Erwachsene besuchen derzeit die Einrichtung, davon 874 die Vollzeitform und 1684 die Teilzeitform.