BBS Springe

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Aus der HAZ vom 18.11.2006 von Meike Wagner

Rund 1500 Besucher beim Tag der offenen Tür in den Berufsschulen


Großen Andrang hat es gestern beim Tag der offenen Tür in den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Springe gegeben. Rund 1500 Schüler, Eltern und Interessierte schlenderten durch die Fachbereiche. Allein aus den Springer sowie den Schulen der näheren Umgebung hatten sich 44 Klassen mit rund 900 Jugendlichen angemeldet. Die Berufsschüler hatten sich viel Mühe mit der Gestaltung gegeben. In allen Bereichen gab es Vorführungen. Es wurde gebacken, gemauert und getischlert.
Schulleiter Richard Zielinski (von links) informiert Walter Heitmüller, Präsident der Handwerkskammer Hannover, und den Regionspräsidenten Hauke Jagau.
Die Schüler des Berufsgrundbildungsjahrs Ernährung sorgen für Nachschub (von links):
Lars Tolkemit (17) aus Gestorf,
Christian Arlt (16) aus Eldagsen und
Marcel Betker (16) aus Barsinghausen.
 

BBS-Umbau ist abgeschlossen

Zahl der Schüler steigt durch Umstrukturierung von 2200 auf 2460
Regionspräsident Hauke Jagau versprach gestern in Springe, dass die Region trotz knapper Finanzen weiter in die berufliche Bildung investieren wird.

"Es darf keinen jungen Menschen geben, der mit 15 Jahren das Gefühl hat, dass sein Wissen in dieser Gesellschaft nicht gebraucht wird", sagte Regionspräsident Hauke Jagau gestern beim Tag der offenen Tür in den Berufsbildenden Schulen (BBS). Es dürfe für die Jugendlichen kein Loch entstehen zwischen dem Abschluss an der allgemeinbildenden Schule und dem Einstieg ins Berufsleben. "Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst", betonte Jagau. Deshalb werde die Region trotz angespannter Haushaltslage weiter in die berufliche Bildung investieren. Der Regionspräsident übergab offiziell die vier neuen Fachtheorieräume an die Schulleitung. Für 440 000 Euro waren in den vergangenen Monaten ein ehemaliges Kältelabor und zwei ausgediente Malerwerkstätten umgebaut worden. In den komplett vernetzten Räumen werden jetzt angehende Kaufleute unterrichtet. Damit sind die Umbauten, die durch die Neuorganisation der Berufsschulen in der Region notwendig geworden waren, in Springe abgeschlossen. Durch die Stärkung im kaufmännischen Bereich sowie der neuen Ausbildungsberufe Bestatter, Drogist, Fachlagerist und Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice ist die Zahl der Schüler an der BBS von 2200 auf jetzt 2460 angewachsen. Die Schüler hatten sich für den Tag der offenen Tür einiges einfallen lassen und zeigten den Besuchern ihr Können: In den Werkstätten wurde gemauert, gehämmert und gehobelt, die Hauswirtschafter zauberten Fingerfood, die Kosmetikerinnen luden zur Handmassage ein und die Bäcker holten frisches Brot aus dem Ofen. Nebenbei blieb immer Zeit für ein Gespräch über den jeweiligen Beruf. So informierte zum Beispiel Fachpraxislehrer Thomas Kuhnert über den Bäcker-Beruf: "Ein Vorteil ist, dass es viele freie Lehrstellen gibt." Viele Jugendliche sähen die Arbeitszeiten als Problem. "Wenn der Diskoabend richtig los geht, fangen wir an zu arbeiten", sagte Kuhnert. Auch bei den Bestattern fragten Schüler nach. "Es ist schön, dass ich als Bestatterin für die Verstorbenen und die Hinterbliebenen etwas tun kann", begründete Umschülerin Angela Breuer ihre Berufswahl. Leider gebe es zu wenige Ausbildungsplätze, kritisierte Bereichslehrerin Ellen Tiedmann.