BBS Springe

 Schüler gründen ihr eigenes Unternehmen

Kooperation BBS mit Realschulen

Metallbearbeitung 

Verkaufsmanagement 

Yannik Heyer zeigt Benedict Hermann (li.) die Maschinen zur Metallverarbeitung Vanessa Möller (mi.), Jessica Brauns (re.), Michelle Birkenhagen (li.) und Thilo Ott beschäftigen sich mit dem Verkaufsmanagement. Fotos: jemi
Aus der ndz vom 9.3.2010: Die Berufs- Praxis kennen viele Schüler meist nur aus der Theorie. Um das zu ändern haben die Berufsbildenden Schulen (BBS) eine Kooperation mit Realschulen ins Leben gerufen. Derzeit lernen die Neuntklässler der Heinrich-Göbel-Realschule die Zusammen-hänge von Arbeitsabläufen innerhalb einer Firma. Von der Planung, Herstellung, Vermarktung und bis zur Abrechnung und Verkauf sollen die Schüler innerbetriebliche Strukturen kennenlernen. Das geht am besten, wenn man selber eine Firma gründet, für diese verantwortlich ist und in Wettbewerb zu anderen Unternehmen steht. „Der Aspekt mit der Firmengründung und das Erkennen der ganzheitlichen Struktur eines Betriebes ist das Neue an der Kooperation mit Realschulen“, erklärt Günter Blötz, der Koordinator für den gewerblichen Bereich der BBS. Auch Koordinatorin Gabriela Weber-Holz betont, wie wichtig es ist, den Schülern so früh wie möglich darzustellen, dass in einer Firma für Zimmerei oder Metallverarbeitung nicht nur der handwerkliche Bereich eine Rolle spielt. Auch die Kalkulation und Werbung spiele etwa eine wichtige Rolle. Das haben die 15-jährigen Realschüler Vanessa und Jessica nach einer knappen Woche schon ziemlich gut verstanden. Sie sind Pressesprecherinnen der fiktiven Firma „Naturholz“ und haben in den vergangenen Tagen viel über Rechnungs-Programme, Bestellungen annehmen und weitere Auf-gaben im Bereich Verkaufsmanagement gelernt. Sowohl Realschule als auch BBS sind von dem Projekt überzeugt: „Wir sind in der Region mit dieser Kooperation Vorreiter und können gar nicht alle Anfragen bedienen“, sagt Blötz.