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Lehrer am Deister gehen voran
Vertreter des Schulverbunds am
Deister haben nach dem ersten Jahr eine positive Bilanz gezogen.
Sie haben das Neustädter Modell erweitert. |
Aus dem Deister Anzeiger der HAZ vom Freitag, 11. Juni
2010, Seite: 1 Springe von Tobias Lehmann SPRINGE. Mit dem Begriff Neustädter
Modell wird die Zusammenarbeit von allgemeinbildenden Schulen mit berufsbildenden
Schulen bezeichnet. In Neustadt wurde dieses Modell 2004 bundesweit erstmals eingeführt.
„Wir gehen jedoch darüber hinaus“, sagte Carsten Huge gestern.
Der Leiter der Gehrdener Burgbergschule zog zusammen mit Vertretern der Barsinghäuser
Lisa-Tetzner-Schule, der Springer Gerhart-Hauptmann-Schule und der Berufsbildenden Schulen
(BBS) Springe Bilanz nach dem einjährigen Bestehen des Schulverbunds am Deister.
„Wir haben jedoch einen größeren Einzugsbereich als Neustadt, da vier Schulen aus verschiedenen
Städten beteiligt sind. Zudem bieten wir mehr Berufsbilder an“, sagte Huge. Die Schüler können
wählen zwischen Bautechnik, Friseurtechnik, Hauswirtschaft, Holztechnik, Lebensmittelhandwerk
und Metalltechnik.
Seit einem Jahr besuchen rund 60 Schüler aus den neunten Jahrgängen der drei weiterführenden
Schulen jeweils zwei Tage in der Woche die Springer BBS. Sie sammeln dort praktische Erfahrungen,
die sie auf die Berufswelt vorbereiten sollen. „Teilnehmer dieses Projekts können ihre Ausbildungszeit
sogar um ein Jahr verkürzen. Das haben wir mit der Handwerkskammer Hannover abgesprochen“,
sagte Huge.
Für die Lehrer beider Schulen sei es zunächst eine Herausforderung gewesen. Günter Blötz, Koordinator
der BBS sagte: „Unsere Lehrer unterrichten sonst Schüler, die die neunte Klasse abgeschlossen
haben. Die mussten sich auf die jüngere Klientel einstellen“, sagte der Pädagoge.
Im Gegenzug unterrichten Lehrer der drei anderen Schulen jetzt auch einige Stunden an
der BBS. Blötz sieht darin Vorteile. „Beide Seiten profitieren davon, da sie einen Einblick in die Arbeit der
jeweils anderen Schulform bekommen“, sagte er.
Alle Schulvertreter waren mit dem Projekt sehr zufrieden. Huge fasste zusammen: „Wir geben den
Schülern eine realistische Perspektive. Das stärkt ihre Motivation und Selbstvertrauen.“
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