BBS Springe

Kollegium und Mitarbeiter danken
ihrem Schulleiter
Oberstudiendirektor
Richard Zielinski,
der die
Berufsbildenden Schulen Springe
über zwanzig Jahre lang sicher durch bewegte Zeiten geführt hat.


 
R. Zielinski freut sich auf den Ruhestand
und mehr Zeit mit seiner Ehefrau und seinem Sohn Mark. - Foto: Lehmann

 

zur Bildershow mit weiteren Bildern


28.Januar 2009:
Schulleiter Richard Zielinski wird verabschiedet

aus der HAZ vom 29.1.2009:

100 Gäste sagen Zielinski Lebewohl

Berufsschulleiter geht in die Altersteilzeit

Oberstudiendirektor Richard Zielinski verlässt die Berufsbildenden Schulen (BBS) Springe. Er wurde gestern Nachmittag in einer Feierstunde mit mehr als 100 Gästen in der BBS-Cafeteria verabschiedet.

Von Tobias Lehmann Springe. Ein geradliniger Mann, der immer Butter bei die Fische gibt" - mit diesen Worten hat Heide Otto, Vertreterin der Landesschulbehörde, gestern Nachmittag Richard Zielinski verabschiedet. Mehr als 20 Jahre hat er die Berufsbildenden Schulen in Springe geleitet. Viele Begleiter seines beruflichen Weges sprachen Grußworte. Zweimal wurde der ehemalige amerikanische Präsident Dwight David Eisenhower zitiert, der nach seinem Rücktritt sagte: "Ich werde einen Schaukelstuhl auf die Veranda stellen. Dann werde ich sechs Monate ruhig sitzen. Und dann werde ich ganz langsam zu schaukeln beginnen."
Richard Zielinski, Leiter der Springer Berufsschulen, räumte es offen ein: Ob er die Altersteilzeit und den Ruhestand verkraften könne, wisse er noch nicht so genau. Doch die Feier zu seiner Verabschiedung sei bereits ein guter Einstieg. Auch der stellvertretende Bürgermeister Uwe Mügge beruhigte ihn: "Ich spreche aus Erfahrung. Es ist eine attraktive Alternative in den Ruhestand zu gehen", sagte er. Mügge war bis vor einem halben Jahr Leiter der Gerhart-Hauptmann-Schule Springe. Doch Zielinski hat keineswegs vor, es jetzt gemütlich angehen zu lassen, wie einige Kollegen betonten. Er wolle sich handwerklichen Arbeiten in seinem Haus in Salzhemmendorf widmen. Landesinnungsmeister Reiner Bertuleit sagte, dass Werkzeuge auch gefährlich sein können. Deshalb schenkte er Zielinski ein Buch mit dem Titel "Instandsetzen, Modernisieren und Renovieren". Bertuleit veranlasste den Bau der Norddeutschen Kälte-Fachschule in Springe. Bis zur Fertigstellung des Neubaus gastierten die Schüler in den Räumen der BBS. Die stellvetretende Regionspräsidentin Doris Klawunde bedankte sich bei Zielinski für die gute Zusammenarbeit. Hans-Eberhard Nolte, Leiter des Springer Kriminal- und Ermittlungsdienstes, überreichte dem 60-jährigen Oberstudiendirektor ein Luftbild der Berufsschule. "Das haben wir vergangene Woche vom Hubschrauber aufgenommen", sagte er. Zielinski entgegnete: "Und wir dachten, es sei ein Rettungshubschrauber gewesen." Walter Heitmüller, Präsident der Handwerkskammer Hannover, sagte, dass Zielinski seinem Nachfolger ein bestelltes Feld mit großen Fußstapfen hinterlasse. Dieser könne dafür aber auch reichlich ernten. Wer das sein wird, ist noch nicht öffentlich bekannt. BBS-Leiter Richard Zielinski sagte zum Abschluss: "Ein Schulleiter kann nicht erfolgreich sein ohne ein gut funktionierendes Team", betonte er. Der Oberstudiendirektor zitierte Arthur Schopenhauer mit dem Satz: "Der Wechsel allein ist das Beständige." Neuerungen seien gut, aber es sei auch nicht sinnvoll, jede Woche grundlegende Reformen zu fordern. Die Politik dürfe sich nicht darauf verlassen, dass die Schule allein die Erziehung der Jüngeren übernehmen könne. In der Gesellschaft fehle seit Jahren der Konsens, dass auch die Eltern verantwortlich sind für die Erziehung und Wertevermittlung ihrer Kinder.